Stellen Sie sich Eltern vor, die ihren Kindern sagen: „Morgen fahren wir in den Europa-Park!“ Wochen vergehen, sie wiederholen dieses Versprechen, aber nichts geschieht. Oder stellen Sie sich vor, ein Freund erzählt Ihnen, dass er umzieht und Hilfe braucht. Wir hören ihm zu, wir ermutigen ihn, aber als er Hilfe braucht, ist niemand da.
Diese Situationen zeigen uns, was Jakobus in seinem Brief meint: Manchmal reichen Worte allein nicht aus.
In Jakobus 2,17 steht geschrieben: „So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, ist er an sich tot.
Mit anderen Worten: Ein Glaube, der sich nicht in Taten niederschlägt, ist wie eine Lampe ohne Strom: Er existiert, aber er leuchtet nicht.
Glaube findet nicht nur im Kopf statt
An Gott zu glauben bedeutet in erster Linie, tiefes Vertrauen in ihn zu haben. Dieses Vertrauen sollte sich jedoch in unseren täglichen Handlungen und Entscheidungen widerspiegeln. Wenn sich dieser Glaube nicht in Liebe, Dienstbereitschaft und Güte manifestiert, bleibt er unwirksam, wie ein Versprechen, das nie eingehalten wird. Taten erwecken das, woran wir in unserem Herzen glauben, zum Leben.
Konkrete Beispiele aus der Bibe
Jakobus veranschaulicht seine Aussage mit zwei starken Beispielen:
- Abraham: Er war bereit, seinen Sohn aus Gehorsam gegenüber Gott zu opfern und zeigte damit, dass sein Glaube lebendig war (1.Mose 22).
- Rahab: Als ausgegrenzte Frau riskierte sie ihr Leben, um Fremde zu schützen (Josua 2).
Diese Geschichten erinnern uns daran, dass sich Glaube in Taten zeigt, insbesondere wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen.
Glaube und Werke: eine Verbindung, kein Widerspruch
Bei falscher Interpretation könnte man meinen, die Bibel stelle Glaube und Werke gegeneinander auf. In Wirklichkeit gilt:
- Der Glaube an Jesus Christus rettet uns, weil Gott uns liebt und uns vergibt.
- Die Werke sind das natürliche Spiegelbild dieses Glaubens – das sichtbare Zeugnis dessen, was Gott in unseren Herzen tut.
Glaube und Werke gehören also zusammen: Das eine kann ohne das andere nicht existieren.
Was bedeutet das heute für uns?
Ein lebendiger Glaube bedeutet:
- Die Bedürfnisse um uns herum wahrnehmen und nicht gleichgültig bleiben.
- Konkret handeln: zuhören, helfen, unterstützen, ermutigen.
- Seine Talente und Kompetenzen in den Dienst anderer stellen: berufliche Fähigkeiten, Kreativität, Sport, Lehre, Organisation, Zwischenmenschliches usw.
Vom Glauben zum Handeln mit SIM Schweiz
Wir bei SIM Schweiz glauben, dass Glaube erst im Engagement für andere voll zum Tragen kommt. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihren Glauben in Aktion zu setzen:
- Mitwirkung an humanitären Projekten.
- Förderung von Bildung und Gesundheitsvorsorge in abgelegenen Regionen.
- Gottes Liebe durch konkrete und nachhaltige Taten teilen.
Jede Geste ermöglicht es uns, dort, wo wir sind, Licht und Salz der Erde zu sein.
Heute aktiv werden
Sie können:
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- Die Mitarbeitenden von SIM Schweiz durch Gebet, Präsenz und Finanzen unterstützen
Glaube wird real, wenn er sich in Taten verwandelt. Jede Aktion trägt dazu bei, die Liebe Gottes in unserem Umfeld bekannt zu machen.