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Mit offenen Armen empfangen

Wenn Kinder vom Kindergarten angezogen werden

Als ich in Benin ankam, hatte ich bereits am darauffolgenden Tag meine erste Einsatz in einem Kinderklub. Es war beeindruckend, so viele Kinder vor dem Tor versammelt zu sehen, die auf den Moment warten, dass sie in den Hof gelassen werden, wo sie Spiele machen und biblische Geschichten hören können. Wir zählen mindestens 70, oftmals 90, manchmal 110 Kinder bei den Treffen, die zwei Mal wöchentlich, mittwochs und am Samstagnachmittag stattfinden. Kaum sind sie im Hof, schon rennen sie zu ihren bevorzugten Spielen. Sie sind zwischen fünf und vierzehn Jahre alt. Da sie manchmal sehr zahlreich bei einem Spiel sind, versuchen die Grösseren die Kleinen zu bevormunden, die Stärkeren erkämpfen sich die Plätze zum Nachteil der Schwächeren.

Zeit für Austausch, Unterricht und Wertevermittlung durch Spiele

Jedes Treffen dauert zwei Stunden, die aufgeteilt werden in eine Zeit des Spielens (Schaukel, Ball, …) und eine Zeit für biblische Geschichten und dazu passende Aktivitäten. Wie ich es oben bereits erwähnt habe, sind sie sehr zahlreich, besonders in meiner Gruppe, deshalb habe ich mit Riegen angefangen, damit jeder einmal an sein Spiel kommt. Manchmal wähle ich Anführer aus, die ihre Riegen leiten, und mit meiner Co-Leiterin überwache ich das Ganze. Wir freuen uns festzustellen, dass mit der Zeit die meisten beginnen, den Regeln zu folgen und sich an uns wenden, wenn für Ordnung gesorgt werden muss. Oft verstehen die anderen schnell, dass man auch anderen Platz zum Spielen lassen muss. Es ist auch besonders interessant zu erkennen, dass sie die Spiele zu den biblischen Geschichten gut behalten, die ich beim Erzählen mit ihnen mache.

Noch etwas anderes hat mich beeindruckt: Ich habe als Schauspieler gearbeitet, aber ich war noch nie so populär wie in der Welt dieser Kinder. Nach zwei oder drei Treffen war ich wirklich erstaunt zu sehen, dass schon nach einigen Schritten auf meinem Spaziergang durchs Quartier ein Kind auf mich zu kam, um mich zu grüssen. Es ist schwierig, sich alle diese Gesichter zu merken. Wir wünschen uns, dass der Herr und als Werkzeuge gebraucht, um zu diesen Herzen zu sprechen.

Die Ausbildung der Jugendlichen und der Landwirte

Ich habe mich sehr gefreut, als ich vor den 54 Leuten (junge und alte, Frauen und Männer) eines Dorfes stand, die sich alle in einem Klassenzimmer versammelt hatten, um einen Kurs in Landwirtschaft zu erhalten. Unser Thema lautete: „Der Prozess der Kompostierung“. Sie waren sehr aufmerksam dabei und haben viele Fragen gestellt, um Einzelheiten besser zu verstehen. Möge Gott ihnen helfen, das Gelernte anzuwenden. Momentan bilde ich die Einwohner des Dorfes Tekparou aus, das einige Kilometer ausserhalb der grossen Stadt Parakou gelegen ist. Ich habe auch damit begonnen, mit Jugendlichen aus Parakou einen Theater-Parcours zu Ausbildungszwecken zu gestalten, und in den kommenden Tagen werde ich ihnen auch einen Kurs in Chemie anbieten. Es ist wirklich ein Geschenk von Gott, dass er uns gebraucht, um seinen Namen durch unser Sein und unsere Fähigkeiten zu verkünden. Ihm gehört die Ehre!

Samuel Hili