Joelle

Auf Mission in Mosambik

Die deutsche Krankenschwester Heide Zwirner aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg arbeitet seit fast 20 Jahren mit Kindern in Mosambik. Sie von der Freien Evangelischen Gemeinde in Mühltal zu dieser Arbeit im Rahmen der SIM ausgesandt.

Mühltal. Heide Zwirner (51) lebte im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Deutschland) ein ganz normales Leben mit geregelter Arbeit und festem Einkommen. Heute lebt sie von Spendengeldern in einem Haus ohne Heizung, auch wenn es nachts nur noch sechs Grad hat. Wenn es regnet, dann sind es Sturzbäche, die jedes Dach irgendwann undicht werden lassen. Malaria ist an der Tagesordnung.

Doch hier, in Mosambik, hat sie vor fast 20 Jahren ihren Platz gefunden. Die gelernte Krankenschwester arbeitet mit behinderten Kindern. Dazu ausgesandt wurde sie 2002 von der Freien Evangelischen Gemeinde Mühltal. „Als ich den Beruf ergriffen habe, hatte ich schon den Wunsch, Menschen zu helfen und zwar da, wo grosse Not herrscht“, sagt sie. Deswegen wurde die gebürtige Dieburgerin Krankenschwester und arbeitete zuletzt im Alice-Hospital in Darmstadt. Doch immer war da so „eine Sehnsucht, es muss noch etwas anderes geben.“ Der Besuch in einem Waisenhauses in Namibia gab den Ausschlag: „Da wusste ich, es ist Afrika. Es gab keinen Zweifel mehr.“ Neun Monate wurde sie von der Organisation „Christliche Fachkräfte International“ auf den Einsatz in dem Land vorbereitet.

Heide Zwirner begann ihre Arbeit in Mosambik, das zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, 2002 in einem Waisenhaus für 500 Kinder in der Hauptstadt Maputo, im Süden des Landes. Ausserdem wirkte sie in einem Hilfsprojekt für junge Strassenprostituierte mit. Von dort zog sie ins tropische Landesinnere, in die Provinz Manika, wo sie von 2006 bis 2016 arbeitete und auch eine Babyklinik leitete. In Mosambik gibt es eine hohe Sterblichkeit von Müttern, Babys und Kindern. „Das ist wirklich dramatisch.“ Auch Aids verbreite sich mit dem Ausbau des länderübergreifenden Strassennetzes immer weiter.

Vor allem für behinderte Kinder gibt es keinerlei Infrastruktur. Sie vegetieren bei ihren Familien dahin. „Behinderte Kinder sind eine Last für die Menschen dort“, sagt sie bedauernd. Diesen Kindern wollte Heide Zwirner helfen. In Manika gelang es ihr sogar, ein Projekt zu verwirklichen, das für dieses Land neu ist: Reittherapie für behinderte Kinder. Zwei Jahre konnte sie dies kostenlos anbieten. Doch die Pferdehaltung im tropischen Landesinnern erwies sich als sehr schwierig.

Nicht zuletzt aus diesem Grund siedelte sie im Herbst 2016 in den Norden um, in die 150‘000-Einwohner-Stadt Lichinga. Sie liegt rund 1‘400 Meter hoch, das Wetter ist „fast europäisch“, so Zwirner. Dort gehört sie zum Team der SIM-Mosambik und wird inzwischen vom Schweizer SIM Büro administrativ betreut. Derzeit hilft sie in einem Krankenhaus in der Physiotherapie mit. Gemeinsam mit anderen dort tätigen Europäern arbeitet sie mit behinderten Kindern, fördert ihre motorischen Fähigkeiten und sorgt dafür, dass die Kinder gut ernährt werden, denn Unterernährung ist ein grosses Problem.

Den Plan, eine Reittherapie für behinderte Kinder zu etablieren, verfolgt Heidi Zwirner weiter. „Im Moment bin ich noch in der Kennenlernphase“, betont die 51-Jährige. Sie muss Vertrauen aufbauen, ein Netzwerk schaffen.

Aber schon jetzt kann sie viele kleine Erfolge vorweisen: Das behinderte Kind, das endlich laufen kann, ein anderes, für das ein Platz in einer Fördereinrichtung gefunden und finanziert werden konnte, Eltern, die sich aktiv für ihre Kinder einsetzen, die Therapie unterstützen. Viele lachende Gesichter sind auf Fotos zu sehen. „Die Arbeit mit Kindern macht am meisten Freude. Die Kinder haben so viel Lebensmut“, sagt Heide Zwirner. Wenn sie heute nochmal vor der Entscheidung stünde – sie würde es wieder genauso machen.

Quelle: Darmstädter Echo

Foto : Heide Zwirner macht Bewegungsübungen mit Caroline (13), die seit ihrer Geburt behindert ist. Die Mutter starb bei der Geburt, Caro wächst bei Verwandten auf.

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Zwei Monate in Afrika

Wir haben David anfangs 2019 getroffen: ein junger Mann, der Energie und Begeisterung ausstrahlt. Er hat zwei Monate lang an einem Spital in Afrika praktische Hilfe geleistet. Wieder zurück in der Schweiz antwortet er auf ein paar Fragen, die wir ihm gestellt haben.

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Sie kann sich nicht verstecken

Sie kann sich nicht verstecken. Man sieht sie überall. So präsent, dass sie Teil der Landschaft zu sein scheint. Dass sie fast ein Dekor der Landschaft sein könnte…! Oberflächlich betrachtet. Seit neun Monaten treffen wir sie täglich und trotzdem scheinen wir uns nicht daran zu gewöhnen. Sie macht uns traurig, hilflos. Sie fordert von uns Weisheit. Sie klopft an unsere Tür, streckt uns auf dem Markt oder bei der Arbeit ihre Hand entgegen.

Dann plötzlich stellen sich Schuldgefühle ein. Wer bin ich, dass ich all die Privilegien habe? Um auf der anderen Seite zu leben? Während sie auf dieser Seite leben müssen. Und dann kommt die Wut über so viel Ungerechtigkeit. Wütend auf uns alle, uns Menschen. Wo haben sich unsere Wege getrennt? Wann hat der Graben angefangen sich zu bilden? Das ist kein Graben, sondern ein Abgrund. Und dann ist die Verzweiflung stärker als die Wut… danach folgt Traurigkeit.

Glücklicherweise treffen wir sie sehr oft mit einem Vornamen. Mona, Love, Mary, Jerry,…. Und inmitten dieses Wirbelsturms macht sich vorsichtig ein aufrichtiges Gefühl breit, das uns näher bringt: das Mitgefühl. [1] Dieses Gefühl hilft uns, wenn es miteinander geteilt wird, voranzukommen. Helfen… ja, manchmal können wir wirklich helfen! Es ist ein kleiner Tropfen Wasser in ihrem Ozean. Aber sein Glanz wird sichtbar durch einen Schimmer der Anerkennung in ihren Augen. Diese Glanzlichter, hier erleben wir sie. Ab und zu…

[1] Lukas 10:36,37: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. »Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt? « Der Gesetzeslehrer erwiderte: » Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat. « » Dann geh und folge seinem Beispiel! «, forderte Jesus ihn auf.

Familie Piaget in Liberia

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Sprachlos dem Leiden gegenüber

Wir besuchen zusammen mit Familie Wieland noch einen anderen Ort am Rande von Lima. Im Frühjahr 2017 kam es dort zu heftigen Regenfällen, gefolgt von riesigen Überschwemmungen. Eineinhalb Meter hohe Schlammwellen begruben ein Dorf unter sich, in dem viele arme Familien wohnen. Sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch Schweinezucht, den Verkauf von Wachteln und deren Eier, oder sie verkaufen aus Stoffresten genähte Putzlumpen.

Sie mussten tatenlos zuschauen, wie all ihr Hab und Gut von den Schlamm- und Geröllmassen zerstört wurde. In Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation „Pax y Esperanca“ setzte sich Martin bei der Nothilfe ein. Es wurden kleine Holzhäuser für die Katastrophen-Opfer aufgestellt, um ihnen eine Zuflucht und ein provisorisches Heim zu bieten. Viel Dankbarkeit kam uns aus den noch immer traumatisierten Gesichtern entgegen. Sie haben inzwischen mit dem Wiederaufbau ihrer kleinen Gewerbe begonnen und sich nach und nach neue Schweine, neue Wachteln und Nähmaschinen angeschafft.

Diese Not machte uns sprachlos. Wir konnten unser Mitgefühl nur durch eine Umarmung ausdrücken!

Liselotte Mutzner

 

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125 Jahre

Letzte Woche haben wir mit etwa 160 Gästen das 125jährige Bestehen der SIM gefeiert!

Das Motto des Tages stimmt wirklich: „Dankbar für die Vergangenheit, begeistert in die Zukunft!“  In dieser Dankbarkeit und Begeisterung haben wir diesen schönen Tag verbracht. Wenn wir all diese Leute sehen, stellen wir wiedermal fest, wieviel jeder einzelne für sich durch seinen Einsatz zur Frucht beitragen kann: Jeder von uns ist ein Glied in dieser Kette der Liebe.

Danke, dass ihr zum Fest gekommen seid, und Danke all denen, die sich eingesetzt, Zeugnis gegeben und auf irgend eine Weise zum Programm beigetragen haben! Der Clown Pipo hat seine Rolle hervorragend gespielt: Mit seinem Humor und seiner Frische ist es ihm gelungen, auf den tieferen Sinn des Themas hinzuweisen. Vielen Dank, Peter und deiner Mannschaft, dass ihr mit Freude und guter Laune dafür gesorgt habt, dass keiner hungrig nach Hause gehen musste. Auf geht’s, in die Zukunft, vertrauensvoll und gespannt, was Gott durch uns machen wird, um Seine Hoffnung bekanntzumachen!

 

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Ein besonderer Besuch

Marianne Speiss hat ihre Cousine Sibylle Coradi einen Monat lang in Südafrika besucht. Sibylle arbeitet in einem Heim für Kinder mit HIV/Aids. Marianne erzählt Folgendes von diesem Erlebnis :

„In meiner Zeit habe ich das Lambano ganz gut kennen gelernt. Lambano ist einerseits ein Zufluchtsort für kranke Kinder, welche keine oder nur mangelhafte Finanzen haben (Hospiz). Andererseits bietet es HIV-positiven Kindern mit teilweise zusätzlichen Gebrechen, keinen Eltern oder schwierigem Elternhaus ein Zuhause mit Familienanschluss und Geborgenheit (Waisenhäuser). In diesen Waisenhäusern wohnen jeweils sieben bis acht Kinder, welche mittlerweile schon recht jugendlich sind. Sie werden von einer Hausmutter betreut.

Da ich zu Hause ein Bastelgeschäft führe, war es für mich naheliegend, den Kindern etwas Kreatives mit-/beizubringen. So bin ich morgens jeweils bei den kleinen Kindern im Hospiz vorbei gegangen. Mit der Zeit liefen meine Besuche auf ein aktivierungstherapeutisches Programm hinaus – die Kinder sind meist wegen ihrer Krankheit in der Entwicklung zurück geblieben oder gar nicht richtig entwickelt. Wenn ich am Morgen in die Lounge des Hospizes gekommen bin, haben die Kinderaugen schon geleuchtet. Wenn sie dann noch etwas entdeckt haben, das ich mitgebracht habe wie z.B. Ballons, Spielsand, Perlen oder sonstiges dann war die Freude perfekt!

Nachmittags, wenn die grösseren Kinder aus der Schule kamen, bin ich jeden Tag in ein anderes der Waisenhäuser gegangen und habe ihnen viele, viele Perlen mitgebracht, aus denen wunderschöne Armbändeli, Halsketten oder Schlüsselanhänger entstanden sind. Dabei sind mir die Teens sehr ans Herz gewachsen und es entstanden wertvolle Beziehungen. Sie wollten mich fast nicht mehr gehen lassen und waren bei meiner Abschiedsparty sehr traurig. Dank meiner Heimatkirche und vielen lieben Freunden konnte ich jedem der Kinder ein schönes Abschiedsgeschenk machen. Auch alles Bastelmaterial wurde damit finanziert und ich konnte jedem der Waisenhäuser einen Betrag für spezielle Anschaffungen geben sowie einen namhaften Betrag an Lambano überweisen.

Sibylle schreibt:

Es ist in der Tat so, dass dieser Besuch bei den Kindern und im Lambano als Ganzes Spuren hinterlassen hat. Es ist mir sehr bewusst, dass meine Arbeit hier gar nicht möglich wäre ohne die Unterstützung und alles Mittragen in jeglicher Weise von euch allen zu Hause. Wenn dann die Kinder und das Lambano Besuch von zu Hause erhalten, dann hinterlässt das einen nachhaltigen Eindruck.

Ich kann bestätigen, dass wir den Stock an Bastelmaterial bereits mehrmals ersetzen mussten, weil die Produktion und Nachfrage so hoch war. Aber das Herzstück eines solchen Besuches ist natürlich die Beziehung, die daraus entsteht. Die Kinder vergessen niemanden, der sie besucht und ich muss immer wieder zahlreiche Fragen beantworten über alle und jeden, den sie kennen lernen durften.

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Neue Horizonte

Seit gut 2 Monaten leben wir nun mit unseren drei kleinen Kindern (4 Jahre, 2Jahre und 3 Monate) in der Regenwaldstadt Pucallpa – Peru, das Einrichten und uns zurechtfinden dauert etwas länger, als wir uns vorgestellt hatten.

Unser Ziel ist es hier in Pucallpa ein Haus für Alleinerziehende junge Mütter und ihre Kinder aufzubauen. Hier gibt es viele junge alleinerziehende Mütter, einige davon wurden durch Missbrauch Mutter. Die meisten jungen Mädchen kommen aus einfachen Verhältnissen und haben grosse innere Verletzungen. Unser Ziel ist es ihnen praktisch zu helfen, vor allem aber Jesu Liebe weiterzugeben. Wir sind überzeugt, dass ihre Verletzungen nur von Gott wirklich geheilt werden können. Das Landstück dazu haben wir dank Gottes Führung und grosszügiger Spenden bereits. Nun sind wir damit beschäftigt Kontakte zu Peruanern aufzubauen und so Mitglieder für den Verein zu finden, das Landstück zu verwalten und wichtige Kontakte zu bereits existierenden Organisationen aufrecht zu erhalten. Ab August wird Eveline einmal in der Woche in einer Anlaufstelle für alleinerziehende Schwangere mitarbeiten, um so erste Kontakte mit Hilfesuchenden knüpfen zu können.

Für unser Landstück mussten wir eine Person einstellen, welche es pflegt und gleichzeitig bewacht, damit niemand einfach sein Haus darauf baut. Es ist sehr herausfordernd mit Angestellten umzugehen, da man immer alles kontrollieren muss und nicht einfach vertrauen kann. Dies braucht viel Zeit und Kraft…Jeden Tag wenn wir unterwegs sind lernen wieder etwas Neues im Umgang mit den Peruanern hier in der Selva. (Regewald)

Immer wieder dürfen wir Gottes Führung erleben, zum Beispiel führte Er uns schon zwei Mal an Personen heran, welche wir gerne kontaktieren wollten. Überhaupt können wir sehen wie Gott alles vorbereitet hat, dies ist sehr überwältigend.

 

Eveline Portugal-Geiser

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Mit offenen Armen empfangen

Wenn Kinder vom Kindergarten angezogen werden

Als ich in Benin ankam, hatte ich bereits am darauffolgenden Tag meine erste Einsatz in einem Kinderklub. Es war beeindruckend, so viele Kinder vor dem Tor versammelt zu sehen, die auf den Moment warten, dass sie in den Hof gelassen werden, wo sie Spiele machen und biblische Geschichten hören können. Wir zählen mindestens 70, oftmals 90, manchmal 110 Kinder bei den Treffen, die zwei Mal wöchentlich, mittwochs und am Samstagnachmittag stattfinden. Kaum sind sie im Hof, schon rennen sie zu ihren bevorzugten Spielen. Sie sind zwischen fünf und vierzehn Jahre alt. Da sie manchmal sehr zahlreich bei einem Spiel sind, versuchen die Grösseren die Kleinen zu bevormunden, die Stärkeren erkämpfen sich die Plätze zum Nachteil der Schwächeren.

Zeit für Austausch, Unterricht und Wertevermittlung durch Spiele

Jedes Treffen dauert zwei Stunden, die aufgeteilt werden in eine Zeit des Spielens (Schaukel, Ball, …) und eine Zeit für biblische Geschichten und dazu passende Aktivitäten. Wie ich es oben bereits erwähnt habe, sind sie sehr zahlreich, besonders in meiner Gruppe, deshalb habe ich mit Riegen angefangen, damit jeder einmal an sein Spiel kommt. Manchmal wähle ich Anführer aus, die ihre Riegen leiten, und mit meiner Co-Leiterin überwache ich das Ganze. Wir freuen uns festzustellen, dass mit der Zeit die meisten beginnen, den Regeln zu folgen und sich an uns wenden, wenn für Ordnung gesorgt werden muss. Oft verstehen die anderen schnell, dass man auch anderen Platz zum Spielen lassen muss. Es ist auch besonders interessant zu erkennen, dass sie die Spiele zu den biblischen Geschichten gut behalten, die ich beim Erzählen mit ihnen mache.

Noch etwas anderes hat mich beeindruckt: Ich habe als Schauspieler gearbeitet, aber ich war noch nie so populär wie in der Welt dieser Kinder. Nach zwei oder drei Treffen war ich wirklich erstaunt zu sehen, dass schon nach einigen Schritten auf meinem Spaziergang durchs Quartier ein Kind auf mich zu kam, um mich zu grüssen. Es ist schwierig, sich alle diese Gesichter zu merken. Wir wünschen uns, dass der Herr und als Werkzeuge gebraucht, um zu diesen Herzen zu sprechen.

Die Ausbildung der Jugendlichen und der Landwirte

Ich habe mich sehr gefreut, als ich vor den 54 Leuten (junge und alte, Frauen und Männer) eines Dorfes stand, die sich alle in einem Klassenzimmer versammelt hatten, um einen Kurs in Landwirtschaft zu erhalten. Unser Thema lautete: „Der Prozess der Kompostierung“. Sie waren sehr aufmerksam dabei und haben viele Fragen gestellt, um Einzelheiten besser zu verstehen. Möge Gott ihnen helfen, das Gelernte anzuwenden. Momentan bilde ich die Einwohner des Dorfes Tekparou aus, das einige Kilometer ausserhalb der grossen Stadt Parakou gelegen ist. Ich habe auch damit begonnen, mit Jugendlichen aus Parakou einen Theater-Parcours zu Ausbildungszwecken zu gestalten, und in den kommenden Tagen werde ich ihnen auch einen Kurs in Chemie anbieten. Es ist wirklich ein Geschenk von Gott, dass er uns gebraucht, um seinen Namen durch unser Sein und unsere Fähigkeiten zu verkünden. Ihm gehört die Ehre!

Samuel Hili

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Viele Leute liegen mir am Herzen in Afrika!

Christina Krappe wird im September 2017  in den Benin zurückkehren, wo sie schon einige Zeit verbracht hatte. Sie wird für längere Zeit als Mitarbeiterin mit der DMG (Partnerorganisation der SIM in Deutschland) als Hebamme arbeiten. Christina ist ermutigt über die zahlreichen Kontakte mit der Gemeinde, Freunden, Verwandten und Bekannten, die sie in dieser Arbeit begleiten und unterstützen werden. Hier einige Auszüge aus ihrem Rundschreiben.

„Ihr werdet es kaum glauben: Mein Flug nach Benin ist gebucht! So langsam wird es also konkret mit meiner neuen Aufgabe als Hebamme und Langzeitmissionarin der DMG in Afrika. Ich freue mich sehr, alte Freunde dort wiederzusehen und neue kennenzulernen.

Bei unserer Gemeindefreizeit im April überraschte mich eine ganze Gruppe mit einem Sponsorenlauf der Kinder zugunsten meiner Arbeit in Afrika. Die Kinder rannten mit riesigem Ehrgeiz Runde um Runde, wurden von der gesamten Gemeinde lautstark angefeuert und erliefen am Ende eine Summe, die ich niemals für möglich gehalten hätte.

Große Freude hat mir auch der Abend in einem Hauskreis der Gemeinde gemacht: Alle Teilnehmer hatten Fragen mitgebracht zu meiner Vorbereitung und meinem Dienst und so gab es einen herrlichen Austausch. Ich war vor allem sehr gerührt über die Fragen danach, wie man mich ermutigen und mir eine Freude machen kann, wenn ich in Afrika bin. Es gab ein tolles Frauenfrüh-stück mit afrikanischen Spezialitäten und großem Interesse… Das sind nur ein paar Beispiele unter vielen anderen Begegnungen, die mich echt fröhlich und zuversichtlich machen.

Während eines Gottesdienstes in meiner Gemeinde, erhielt ich ganz ermutigende Worte von verschiedenen Personen. Das hat mich sehr berührt und ermutigt. Gott ist gut!

Weil Jesus die Menschen im Benin liebt

Immer wieder bekomme ich Nachrichten aus Bembéréké im Norden des Benin und freue mich darüber, dass es dank WhatsApp so einfach ist, in Kontakt zu bleiben. Ich merke, dass sich die meisten dort auf meine Rück-kehr sehr freuen. Sie fragen, wann ich endlich komme, weil es ihnen einfach noch zu lange dauerte. Da ist es gut, dass ich nun endlich ein konkretes Datum nennen kann. Vor ein paar Tagen bekam ich eine Nachricht, die mich sehr traurig gemacht hat. Eine meiner Hebammenkolleginnen, eine junge Frau, ist nach schneller und heftiger Krankheit verstorben und gestern beerdigt worden. Sie war die erste Kollegin, die ich besucht habe und die wirklich nett zu mir war. Ich hätte sie so gerne wiedergetroffen. Viele Menschen in Afrika liegen mir sehr am Herzen. Ich möchte ihnen die Liebe von Jesus weitergeben. Dazu werde ich gute Gelegenheiten bei meinen Hebammenkolleginnen, Müttern und Kindern haben. Und ich bin ganz sicher, dass Jesus dort bei mir sein, mir helfen und mich versorgen wird.“

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