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Sprachlos dem Leiden gegenüber

Wir besuchen zusammen mit Familie Wieland noch einen anderen Ort am Rande von Lima. Im Frühjahr 2017 kam es dort zu heftigen Regenfällen, gefolgt von riesigen Überschwemmungen. Eineinhalb Meter hohe Schlammwellen begruben ein Dorf unter sich, in dem viele arme Familien wohnen. Sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch Schweinezucht, den Verkauf von Wachteln und deren Eier, oder sie verkaufen aus Stoffresten genähte Putzlumpen.

Sie mussten tatenlos zuschauen, wie all ihr Hab und Gut von den Schlamm- und Geröllmassen zerstört wurde. In Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation „Pax y Esperanca“ setzte sich Martin bei der Nothilfe ein. Es wurden kleine Holzhäuser für die Katastrophen-Opfer aufgestellt, um ihnen eine Zuflucht und ein provisorisches Heim zu bieten. Viel Dankbarkeit kam uns aus den noch immer traumatisierten Gesichtern entgegen. Sie haben inzwischen mit dem Wiederaufbau ihrer kleinen Gewerbe begonnen und sich nach und nach neue Schweine, neue Wachteln und Nähmaschinen angeschafft.

Diese Not machte uns sprachlos. Wir konnten unser Mitgefühl nur durch eine Umarmung ausdrücken!

Liselotte Mutzner