Sudan

Sudan, das grösste afrikanische Land, wurde zu einem islamischen Staat ernannt. Die muslimische Regierung im Norden hat dem Süden, der überwiedegend christlich oder animistisch ist, den heiligen Krieg (jihad) erklärt. Mit der Entdeckung und anschliessendem Verkauf von Öl aus Südsudan wurde aus diesem Bürgerkrieg mehr ein Kampf um die Kontrolle über die Geldquellen, als um religiöse Angelegenheiten. Die Öleinnahmen haben auch die Lösung des Konfliktes erschwert. Etwa Zwei Millionen Menschen mussten wegen diesem Bürgerkrieg sterben, der mit einzelnen Unterbrechungen über Jahrzehnte hinweg in diesem Land wütete, oder wegen den Hungersnöten, die dadurch ausgelöst wurden.

 

SIM arbeitet mit der Sudan Inland Kirche (SIC) zusammen, die aus der Arbeit von SIM-Missionaren hervorging. Mit der Flucht vor den Kämpfen im Süden kam es dazu, dass Christen sich nach und nach in anderen Gebieten niederliessen, wo sie neue Gemeinden gründeten. Die SIC ist zahlenmässig sehr gewachsen, leidet jedoch unter einem grossen Mangel an biblisch ausgebildeten Gemeindeleitern, besonders in den Gebieten ausserhalb von Khartum. Die Gemeinde hat sich mit der SIM an Nothilfe-Projekten beteiligt, an der Übersetzung der Bibel in zwei Sprachen, die innerhalb der SIC vorherrschen, sowie an der Ausbildung von Pastoren und Evangelisten. Das Gideon Theological College in Khartum spielt eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung von Gemeindeleitern, indem es eine Ausbildung in Englisch und Arabisch anbietet.

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