Angola

Aktivitäten der SIM in Angola:

  • Gemeindegründung

  • Jüngerschulung

  • Theologische Ausbildung

  • Entwicklungshilfe

  • Medizinische Arbeit, inkl. HIV/AIDS

Angola ist das grösste portugiesisch sprechende Land Afrikas und befindet sich an der Südwest-Küste. Die Türen für das Evangelium sind weit offen, und Gebiete, die als unerreichbar galten, verlangen nach Hilfe!

 

Derzeitiger Dienst der SIM

 

Der Waffenstillstand, der seit 2002 andauert, erlaubt den Mitarbeitern der SIM und der UIEA (Uniao de Igrejas Evangelicas de Angola) in Gebiete zu reisen, die 40 Jahre lang hinter den Bürgerkriegsfronten lagen. Mitten in Leid und Entbehrungen haben sich Gemeinden vervielfältigt, indem gläubige Flüchtlinge überall, wo sie sich niederlassen konnten, neue Versammlungen gründeten. Die Herausforderung besteht jetzt darin, ihnen in ihrem Bedarf an Jünger- und Leiterschulung zu helfen und ihre physische Not zu lindern. Eins der wichtigen Dinge ist, die Einheit unter den Kirchen zu fördern, deren Mitglieder früher Gegner im Bürgerkrieg waren.

 

Für die kommenden Jahre hat die Kirche ein dreifaches Ziel: Gemeindegründung und Jüngerschulung in Städten, medizinische Arbeit und Bildung. Die SIM möchte mit der UIEA in diesen Bereichen zusammenarbeiten.

 

Gemeindemitarbeiter werden an der Bibelschule in Menongue (sehr Praxis bezogen) und am theologischen Seminar in Lubango (auf höherem Niveau) ausgebildet. Absolventen dieser beiden Schulen findet man überall im Land in Gemeinden. Hilfe für die physischen Nöte wird auf drei verschiedene Arten geleistet: Medizinische Versorgung, landwirtschaftliche Entwicklungshilfe und Nothilfe. Die Kriegsverletzungen und die Verbreitung von Landminen verursachen einen scheinbar endlosen Bedarf an medizinischer Versorgung. Missionare, die landwirtschaftliche Hilfe anbieten, stossen schnell auf offene Ohren, wenn sie die Botschaft von Gottes Liebe weitergeben. Die Mission und die Kirche arbeiten zusammen, um den rückkehrenden Flüchtlingen, die so viel durchmachen mussten, Stabilität und Glauben im Namen Jesu zu vermitteln.

 

Partnerkirche der SIM

 

Die Geschichte des Kirchenverbands UIEA (União de Igrejas Evangelicas de Angola) beginnt 1914. Offiziell wurde er 1977 mit Sitz in Lubango registriert. Die Mitarbeiter der SIM werden als Personal des Missionszweigs der UIEA geführt und arbeiten als Partner der Kirche.

 

Geschichte des Christentums in Angola

 

Die erste katholische Mission für das Königreich Kongo drang 1491 in das Gebiet vor und hatte ihr Zentrum im angolanischen São Salvador. Die erste Gruppe bestand aus Franziskanern, Dominikanern, Mitgliedern des Johanniterordens und säkularen Priestern. Im darauffolgenden Jahrhundert breitete sich die Kirche unter dem herausragenden christlichen König Afonso I. aus. Der Sohn Afonsos, Henrique, war der erste schwarzafrikanische Bischof in der katholischen Geschichte. Nach einem vielversprechenden Anfang verursachte der verheerende Sklavenhandel sowohl den Zerfall des Königtums als auch der Kirche. Seit 1940 wächst die katholische Kirche in Angola wieder, und nach Vatikan II hat die Feindseligkeit den Protestanten gegenüber abgenommen.

 

Die Britischen Baptisten waren die ersten, die als protestantische Mission nach Angola kam. Sie gründeten 1878 eine Station in São Salvador, im Norden Angolas unter den Bakongo. Zwei kleinere Gruppierungen, die von unabhängigen Missionaren gegründet wurden, arbeiteten ebenfalls unter den Bakongo: Die Evangelische Mission für Angola, die 1897 nach Cabinda und in das Küstengebiet südlich der Kongomündung kam, und die Nord-Angola Mission, die 1925 in Uige (Carmona) begann.

 

Mehrere Missionen waren unter den Ovimbundu tätig. Die Evangelische Kirche von Zentral-Angola vereinigt in sich das Werk, das ursprünglich von dem "American Board" 1880 und der "United Church of Canada" 1886 begonnen wurde.

 

Das Gebiet westlich der Hochebene, nach Süden hin Richtung Sá da Bandeira (heute Lubango) wurde von der Mission Philafricaine betreut, die 1897 begann und seit 1908 von den Schweizer reformierten Kirchen getragen wurde. Die Adventisten, die 1922 eintrafen, findet man auch unter den  Ovimbundu. Sie haben auch eine grosse Arbeit unter den Moxico und Lunda im Osten Angolas. Missionare der Brüderbewegung waren seit 1884 unter den Chokwe und den Lunda  im Nordosten tätig. Im Einvernehmen mit den bestehenden Missionen wurde das südliche Angola der African Evangelical Fellowship zugewiesen. Die ursprüngliche "South Africa General Mission" kam 1914 als AEF ins Land. Die Evangelische Allianz wurde 1974 gegründet, zu der sich heute zehn Gemeindeverbände zählen.

 

Unter der Volksgruppe der Bakongo zählten sich die meisten als Christen (1960: 55,8% Katholiken und 42,7% Protestanten), und nur 1,5% blieben ihren Traditionen verbunden. Im Südwesten Angolas findet man so gut wie keine Protestanten, und protestantische Aktivitäten waren von 1914-1960  im Kwanyama-Gebiet entlang der Südgrenze verboten.

 

Unerreichte Volksgruppen

 

Zu den zum grössten Teil unerreichten Volksgruppen Angolas gehören die Mumuila, die Mbwela (Nganguela), die Mungambwe, die Kwangali, die Himba und die Nyaneka.

 

Bitte beten Sie für

  • Sicherheit bei den gefährlichen Transportverhältnissen

  • Christen, die sich als Vorbilder für Versöhnung und Vergebung erweisen, auch wenn sie mit Verletzungen und Bitterkeit wegen den erlittenen Grausamkeiten zu kämpfen haben.

  • wirksame Hilfe bei der steigenden Anzahl von HIV/AIDS-Fällen, die zum Teil durch die Möglichkeit, überall im Land herumreisen zu können, gefördert werden.

  • weises Vorgehen bei den Gelegenheiten, für Flüchtlinge zu sorgen.

  • Studenten an Bibelschulen und Seminaren, dass sie echte Jünger Jesu sind, die in ihrer Gabe gefördert werden, um der Gemeinde zu dienen.

  • vermehrtes Gelingen bei der Gründung von Stadtgemeinden.

  • die Erteilung von Visa für Angola.

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